Das Konzept
Sehr verehrte Eltern,
Dieser Entwicklung wollen wir mit einem besonderen Schulkonzept
begegnen – einem Konzept, das die individuellen
Begabungen und Talente Ihrer Kinder wahrnimmt und fördert.
Einem Konzept, in dem wir uns zugleich die Zeit nehmen, auch
die Schwächen dank eines speziellen Fördersystems
aufzuarbeiten.
Schule soll Spaß und keine Angst
machen.
Im Rahmen der Ganztages-Betreuung haben wir
die Chance, Ihr Kind als Person ganzheitlich wahrzunehmen und
es auch so zu behandeln. So liegt es uns besonders am Herzen,
die Persönlichkeit Ihres Kindes in jeder Hinsicht zu fördern.
Und dazu gehört auch, es zur Selbstständigkeit, Verantwortung
und Toleranz zu erziehen.
Wir orientieren uns selbstverständlich am staatlichen
Bildungsplan, der allen Schulen zu einem Drittel freie
Gestaltungsmöglichkeiten lässt. Und diesen Freiraum nutzen wir
konsequent und füllen ihn mit Leben. Dem Unterricht
liegt die Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz als
Grundprinzip zugrunde. Das heißt: Wir legen großen Wert auf die
Ich-Stärkung und zugleich die Fähigkeit, in der Gruppe zu
arbeiten. Ausgehend von diesem Grundverständnis bieten
wir – über den Pflichtbestandteil des staatlichen Bildungsplans
hinaus – ein lebendiges Lernangebot.
So lernen unsere Schüler im Rahmen des
Sozialkompetenz-Seminars beispielsweise im
Hochseilgarten oder beim Floßbau Verantwortung für sich und das
gemeinsame Ziel zu übernehmen. In der Einheit
„angstfreie Schule“ arbeiten Schüler gemeinsam
mit unseren Schulsozialpädagogen besondere Situationen auf. Und
auch im Rahmen des „Lions-Quest-Programms“ –
eine Besonderheit unserer Schule – unterstützen wir die Schüler
nachhaltig dabei, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen
Fähigkeiten zu stärken. Hier lernen sie Kontakte und positive
Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und
Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen. Und
sie lernen ebenso konstruktive Lösungen für Probleme zu finden,
die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt.
Sie sehen, es ist uns sehr wichtig, die Kinder in ihrer ganzen
Lebensführung zu stärken. Dazu gehört auch, dass wir uns in
besonderem Maße mit dem wirklichen Leben auseinandersetzen. Wir
wollen unseren Schülern beispielsweise mehr Einblick in
die Arbeitswelt geben und pflegen dabei entsprechende
Kooperationen mit der Wirtschaft. Wir führen regelmäßig
fächerübergreifende Projekte durch, die den Schülern
ein Verständnis für die Komplexität der Welt vermitteln. Und zu
diesem Verständnis gehört auch eine umfassende
Medien-Kompetenz. Das bedeutet: Wir fördern einen
verantwortungsvollen Umgang mit Medien und moderner Technik.
Einen Umgang, der offen und kritisch zugleich ist.
Damit diese vielschichtige Förderung der Kinder nicht ein
frommer Wunsch bleibt, braucht es einen gewissen Rahmen. In
diesem Zusammenhang möchte ich hier zwei Punkte hervorheben.
Erstens: Die Klassen bestehen bei uns höchstens aus 21
Schülern. Das heißt, dass sich die Lehrer auf die
einzelnen Kinder einstellen können. Und zweitens: Die
Ganztages-Betreuung bietet die Möglichkeit, Schule ganz anders
als gewohnt zu erleben – angefangen von dem gemeinsamen
Mittagessen mit den Lehrern über die von Fachlehrern
geleitete Hausaufgaben-Betreuung bis hin zu
diversen Freizeitaktivitäten wie
beispielsweise Judo, Robotik, Tanzen und Theaterspiel.
In diesem Tagesablauf erleben die Lehrerinnen und Lehrer die
Kinder nicht nur im Unterricht und die Kinder erleben die
Lehrer auch nicht nur als Lehrer. In gewisser Hinsicht
sind wir eine Großfamilie. Und dieser Geist ist es letztlich
auch, der für eine besondere Lernatmosphäre sorgt - eine
Atmosphäre, in der man eben lernt, voneinander zu lernen und
miteinander umzugehen. Eine Atmosphäre, in der sich Ihre Kinder
entfalten können und mit einem gestärkten
Selbstwertgefühl auf dem besten Weg zu einem
gelungenen Abitur sind.
Verehrte Eltern, ich freue mich, Sie persönlich kennenzulernen
und heiße Sie schon heute herzlich willkommen im
Peter-Härtling-Gymnasium.
Es grüßt Sie
